Burnout Phase: Emotionale Reaktionen in fortgeschrittener Phase

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Emotionale Reaktionen in fortgeschrittener Burnout Phase
Es gibt depressiv-emotionale und aggressiv-emotionale Reaktionen

Die emotionalen Reaktionen im Verlauf eines Burnouts sind vielfältig. Die Ausprägung unterscheidet sich in Hinblick auf die Schwere des Burnouts, unter dem Betroffene leiden. Grundsätzlich gilt, dass die Gesamtsituation hoch emotional betrachtet wird. Eine emotionale Reaktion kann durchaus in gesteigerter Aggressivität und Gereiztheit ausgedrückt worden, auch ist überzogener Zynismus eine typische Reaktion von Burnout gefährdeten Menschen. In Kombination mit Hilflosigkeit findet sich der Mensch in einem höchst unangenehmen Zustand wieder. Man unterscheidet den Zustand in die zwei großen Kategorien Depression und Aggression.

Depressiv-emotionale Reaktionen

Ein ganz typischer Gefühlszustand ist das Verharren in ausgeprägten Schuldgefühlen. Die Schuldgefühle ergeben sich zum einen aus der Unfähigkeit, den Anforderungen im beruflichen und privaten Umfeld gleichermaßen gerecht zu werden. Zum andern sind sie Resultat der überzogenen hohen Ansprüche an sich selbst. Selbstmitleid und reduzierte Selbstachtung gehen Hand in Hand mit Schuldgefühlen.

Darüber hinaus fühlen sich Betroffene einer unbestimmten Angst und einer grundlegend nervösen Stimmung ausgesetzt. Im Alltag zeichnen sie sich durch Humorlosigkeit und Bitterkeit aus. Der Umgang mit ihnen wird immer schwieriger denn abrupte Stimmungsschwankungen und eine stark herabgesetzter emotionale Belastbarkeitsgrenze führen dazu, dass ein gesunder Austausch auf Augenhöhe nicht mehr möglich ist. Die Betroffenen erleben den Alltag „wie durch Watte“, bezeichnen ihre Gefühlswelt mit Begriffen wie Abgestumpftheit, Abgestorbenheit und Leere. Das allgemeine Bitterkeitsgefühl dringt in einem schwachen Nervenkostüm und der Neigung zum Weinen nach außen.

Beobachtern fallen Ruhelosigkeit und apathische Züge auf. Im Inneren machen sich Gefühle von Starre, Pessimismus und Fatalismus breit. Diese können sich im Extremfall zu Selbstmordgedanken zuspitzen.

Aggressiv-emotionale Reaktionen

Im Gegensatz zu den nach innen gerichteten emotionalen Reaktionsmustern depressiver Burnout gefährdeter Menschen agieren aggressiv-emotional Betroffene nach außen. Sie weisen anderen Menschen oder „dem System" die Schuld für ihre Misere zu. Sie werfen anderen Versagen, Fehler und Schwächen vor. Gleichzeitig negieren sie ihre eigene Beteiligung an der Situation.

Im Umgang mit aggressiv-emotionalen Reaktionsmustern fällt auf, dass diese Menschen sich ungeduldig, launenhaft und intolerant verhalten. Die meisten sind weder fähig einen Kompromiss einzugehen noch können sie eine konfliktfreie Beziehung zu anderen Menschen aufbauen und pflegen. Die Einstellung zu beruflichen, privaten und persönlichen Dingen ist grundlegend negativ und die erhöhte Reizbarkeit führt dazu, dass Auseinandersetzungen mit anderen Menschen unausweichlich sind. Betroffene, die dieses aggressive Reaktionsmuster aufweisen, finden in ihrem Umfeld kaum noch Menschen, die sich mit ihnen auseinandersetzen wollen. Ihre defensive und zum Teil paranoide Lebenshaltung und Sicht der Dinge führt zu Misstrauen und Unverständnis im Alltag.

Konsequenzen depressiver und aggressiver emotionaler Reaktionen

In beiden Fällen führen emotionale Reaktionen von Betroffenen dazu, dass sich die Mitmenschen abwenden. Beiden Reaktionsmustern sind die Selbstbezogenheit und die Unfähigkeit gemeinsam, auf andere Menschen einzugehen. Da jedoch Beziehungen davon leben, dass die Beteiligten sich im wortwörtlichen Sinne auf einander beziehen, werden sie instabil. Nur wenn alle Beteiligten einer Beziehung aufeinander zugehen, aufeinander eingehen und tolerant miteinander umgehen, können langfristig stabile Bindungen entstehen. Da das jedoch nicht möglich ist bzw. die depressiv-emotionalen oder aggressiv-emotionalen Reaktionen dieses Ziel unterlaufen, gelangt der vom Burnout bedrohte Mensch in eine Sackgasse der Einsamkeit und Isolation.

Hinweis:
das-burnout-syndrom.de

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