Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen Arten von Ausbrennern:
- Zum einem gibt es den klassischen Fall des Selbstverbrenners. Ihn zeichnen Ehrgeiz, hochgesteckte Ziele und Dynamik aus. Er arbeitet immer an seinem Leistungslimit und lässt kaum eine Möglichkeit aus sich zu beweisen. Zumeist ist er auch in dem, was er tat, bis er vom Burnout aufgehalten wurde, sehr erfolgreich gewesen. Er trägt somit weitestgehend selbst die Schuld für sein persönliches Burnout-Syndrom.
- Zum zweiten haben wir den Verschlissenen. "Nein" kann er nur schwer sagen. Er ist viel zu passiv und es mangelt ihm an Durchsetzungskraft auch nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu handeln. Er ist damit tatsächlich nur ein Opfer seiner Umwelt.
- Und zum dritten haben wir den "Durchgerosteten". Er hat eigentlich nie richtig für eine Sache gebrannt. Über viele Jahre, Jahrzehnte arbeitete er, ohne eigentlich je einen richtigen Erfolg in seinem Tun gesehen zuhaben. Eher im Gegenteil, mehr Misserfolge pflasterten seinen Weg, was er sich aber selbst nicht richtig eingestehen möchte. Ja bis, ja bis auch er vom Burnout erfasst wird.
Weitere Charaktereigenschaften, die ein Burnout-Opfer häufig mitbringt:
Er neigt dazu sich bei Misserfolg und auch bei Erfolg selbst abzuwerten. Deshalb braucht er ständig von anderen Menschen Anerkennung. Um diese zu bekommen, nimmt er oft viele Mühen auf sich und überschreitet dabei seine eigenen Grenzen. Es fällt ihm schwer zu sich und auch zu anderen "Nein" zu sagen.
Des Weiteren nimmt ein Burnout-Gefährdeter eigentlich immer seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht ernst genug. Sein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Entspannung ist weit aus dem Lot geraten. Trotz allem missachtet er die körperlichen Warnsymptome und versucht sich über sie hinweg zu setzten, bis sie ihm ins trudeln bringen, er sein Gleichgewicht verliert und schwer stürzt.
Quelle: psychosoziale-gesundheit.net, kooperationsstelle-hh.de S.30f