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Was ist der Sinn eines Selbsttests für Burnout?

In der Burnout-Behandlung unterscheidet man zwei verschiedene Aufgabenbereiche: Vorbeugung und Heilung. Ein Selbsttest besitzt in beiden Bereichen seine Funktion. Bei der BurnoutPrävention lässt sich diese leicht eingrenzen: Das Burnout-Risiko des Test-Teilnehmer soll ermittelt werden und somit solche Teilnehmer gewarnt werden, welche leicht bis stark gefährdet sind, zu erkranken.

Die Ziele eines Selbsttest wie dem von Prof. Dr. med. Matthias Burisch stellen sich für bereits Erkrankte ein wenig vielseitiger dar. Eine Übersicht über diese, soll die folgende Auflistung geben:

Eine der häufigsten Frage, welche in dem dieser Seite angeschlossenen Burn-Out-Forum gestellt wird lautet sinngemäß: "Ist das überhaupt Burnout?" (Bsp.: Forum: Andi76 4.Aug.10:24) Dabei stammt diese Frage zumeist nicht etwa von Menschen, wo man wirklich zweifeln muss, dass Sie nicht nur "auch Mal eine Krankheit haben wollen" oder völlig übertreiben, sondern von solchen, wo es eigentlich keine Zweifel gibt. Das heißt viele Betroffen können oder wollen selbst nicht glauben, dass Sie wirklich Burnout haben. Menschen, welche noch nicht absolut sicher sind, ob Sie nun definitiv eine bestimmte Krankheit haben oder nicht, sind auch weniger bereit, alle notwendigen und häufig auch einschneidigen Maßnahmen zu unternehmen, welche notwendig wären. Dem zu Folge schieben die damit den Heilungsprozess nur hinaus. Somit hat ein Burnout-Selbsttest für solche Betroffenen einen hohen Wert, um sicher zu gehen, dass sie die Krankheit haben und um daraus folgend sofort mit den richtigen Heilungsschritten zu beginnen.

Nicht so selten kommt es vor, dass Allgemeinärzte, zu welchen man in der Regel als erstes gehen sollte, in Sachen Burnout wissensmäßig Nachhilfebedarf haben. Solche, welche vor 20, 30 oder sogar 40 Jahren studierten, hatten definitiv nichts von Burn-Out gelernt, denn diese Krankheit gab es damals noch nicht. (vgl. Burnout-Forschungsgeschichte). Und wenn sie sich nicht privat darüber weiter informiert haben, woher sollten sie darüber bescheid wissen? Daher gibt es immer noch einige Ärzte, welche im Zweifelsfall eher auf die Krankheit Depression, als auf Burnout zum Psychotherapeuten, Psychiater oder Ergotherapeut überweisen. Zugegebenermaßen lassen sich die beiden Syndrome (Syndrom ist die Bezeichnung für ein Bündel von unterschiedlichen Krankheitssymptomen) nicht strick von einander trennen: ein Burnout besitzt depressionale Symptome und eine Depression besitzt burnoutale Symptpme, also Erschöpfungszeichen. Dennoch müsste es einem guten Arzt möglich sein, in den meisten Fällen, gewiss nicht in allen, die beiden Leiden von einander zu trennen. (Bsp.: Forum: Wallie 30 Sept.17:51) Grundsätzlich kann man natürlich sagen, dass es doch gar nicht weiter schlimm sei, wenn der Allgemeinarzt auf "Verdacht von Depression" überweist, denn der Psychotherapeut oder Psychiater wird schon die richtige Krankheit diagnostizieren können. Das ist wohl auch richtig, das Problem an der Angelegenheit ist lediglich die lange Wartezeit. Es kann für gesetzlich versicherte Patienten 2, 4, 6 oder auch 12 Wochen dauern, bis man einmal wenigstens zu einem solchen Facharzt vorgelassen wird. Zu diesem Zeitpunkt ist dann noch lange kein Antrag auf Therapie an die Krankenkasse gegangen und erst recht nicht von ihr genehmigt wurden. Diese überaus bald pervers-lange Zeitspanne des Wartens wird der Patient natürlich nutzen, um seine Eigen-Therapie zu beginnen. Nur leider wird er bei einer falschen Diagnose auch in die falsche Richtung heilen. Vielleicht bei Burnout und Depression nicht sämtlich in die falsche Richtung, dennoch sind die Behandlungsmethoden doch ein wenig unterschiedlich: Burnout bedeutet auch entspannen, Depression nur das Glück und die Freude am Leben wieder finden. In einige Fällen hat der Betroffene sogar selber Zweifel an der Aussage des Arztes. Seine Zweifel werden sich, wenn er aus Eigen oder Fremdinitiative diesen Test macht erhärten, er wendet sich vielleicht an ein Forum und dort werden ihm die Teilnehmer schon in etwa sagen können, ob es eher Burnout oder eher nur eine Depression ist oder auch an eine andere Person, welche davon Ahnung hat. Auf jeden Fall wird er seine Eigen-Therapie besser auf seinen Fall angepasst gestalten können!

Wie in dem Abschnitt Reaktionsmuster für Angehörige dargestellt ist, gibt es eine nicht zu unterschätzenden Gruppe an Menschen, welche nicht akzeptieren wollen, dass dieser oder jener Mensch tatsächlich unter Burnout leidet und nicht etwa ein Simulant ist. Vielleicht hilft ein solcher Test, auch solche widerspenstige Angehörige zu überzeugen, so dass diese wenigstens akzeptieren, wie sehr der Betroffene leidet. Andererseits stellt sich die Hoffnung jedoch als fragwürdig heraus, wenn man sich die einzelnen Fragen des Tests anschaut. Die meisten davon sind subjektiv und eher emotional gehalten. Solche unter den Angehörigen, welche Psychologie als Idiotismus bezeichnen, werden daher gewiss das Testergebnis nicht anerkennen. Doch vielleicht gibt es dennoch den einen oder anderen, der sich doch dadurch umstimmen lässt.

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Burn Out Tags: Burnout Test, Burnout-Prävention

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