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Johann Wolfgang von Goethe

Viele Literaturhistoriker schreiben Goethe während seiner Zeit als Minister ein Burnout zu. Im Jahre 1775 wurde der junge Goethe, der bereits erste literarische Erfolge mit "Die Leiden des jungen Werthers" oder "Götz von Berlichingen" hatte, durch den 18-jährigen Regent des 100.000-Seelen-Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach Karl August in die Landeshauptstadt gelockt. Dabei erwies er sich als echter Glücksgriff für das kleine, marode Herzogtum, welches durch den siebenjährigen Krieg in schwere wirtschaftliche Not geriet, trotz das es auf Seiten der schlussendlich siegreichen Preußen kämpfte. Denn durch Goethes Arbeit wurden nicht nur Namhafte Dichter und Philosophen wie Gottfried Herder oder Friedrich Schiller angezogen, welche des Herzogs Traum von Weimar als einen "Musenhof" Wirklichkeit werden ließen, sondern Goethe stieg auch zum engsten Vertrauten des Herzogs in politischen Fragen auf.

Er erhielt verschiedenste Sonderaufgaben und Ministerposten. Unter seiner Leitung, wurde das Heer des Herzogtums verkleinert und modernisiert, Straßen und Wege wurden saniert und als Finanzminister sorgte er schließlich auch dafür, dass für all jene Projekte durch geschickte Steuerreformen und Anleihen auch genügend Geld da war. Er etablierte sich als starke Hand im Staat.

Durch all seine Arbeit und sein Schaffen geriet er immer stärker an seine Leistungsgrenzen. Er drohte „dichterisch auszutrocknen“. Doch auch in dieser Situation verlies Goethe, wie fast sein ganzes Leben, nicht das Glück. Da Karl August seine künstlerische Arbeit so sehr schätzte und diese nicht verlieren wollte, tolerierte er nicht nur eine längere Pause Goethes, sondern forderte ihn regelrecht dazu auf. Als bald tat er dies auch und brach sprungartig, ohne sich groß abzumelden von einem Tag auf den anderen auf, um zu seiner zweiten Italienreise aufzubrechen. In dieser erholte er sich von all dem Stress. Man kann davon ausgehen, dass wenn er sich nicht dazu entschieden hätte, Pause zu mache, er sehr wahrscheinlich viel Kraft verloren hätte und es etliche seiner großen literarischen Werke so nicht gebe.

 

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Burn Out Tags: Geschichten, Literatur

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