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Arbeitsplatz

Das die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes sowie die Organisation, die Kollegen und Vorgesetzten wesentlich die Leistungsfähigkeit eines Angestellten beeinflusst, ist wohl niemand neu.

Arbeitet man nun in einem Büro, in dem 20 Schreibtische direkt nebeneinander stehen und man hört, wenn der Nachbar am Computer tippt, so mag dies für die meisten Menschen nicht gerade angenehm sein. Um sich in einem solchen Umfeld zu anspruchsvolle Aufgaben zu lösen, benötigt man auf jeden Fall mehr Konzentration und Energieressourcen. Dererlei weitere Beispiele lassen sich gewiss noch in Unmengen anführen. Doch das soll hier nicht unbedingt zum Thema ernannt werden.

Besonders für Berufeinsteiger aber selbstverständlich auch für bereits etablierte Mitarbeiter nimmt die Beziehung zu seinen Vorgesetzten eine wichtige Rolle ein. Ein Chef, welche Leistungen positiv würdigt und wenn es doch einmal Probleme geben sollte, konstruktiv anspricht, stellt sicherlich den Idealzustand dar. Leider nicht immer vorhanden. Die Folgen lassen sich leicht ausmalen: Reaktanz zur Arbeit, Dienst nach Pflicht, unnötige Eitelkeiten und Streitigkeiten, …

Ebenso „gesundheitsgefährdend“ können Kollegen sein, wenn es sich nicht um ein harmonisches Arbeitsklima handelt. Zum einen zeigen sich persönliche Differenzen und Konflikte zwischen zwei oder mehrerer Personen immer wieder als ein Hort für Enttäuschungen und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Dies kann einerseits kann die Frustrations-Spirale bis zu einem chronischen Machtkampf zwischen den beiden Streitparteien weiter gehen, was einen enormen Energieaufwand gepaart mit negativen Stress zur Folge haben kann. Anderseits, wenn sich eine Partei als schwächer geschlagen gibt, im Härtefall bis zur völligen Ausgrenzung oder Mobbing führen. Ein weiterer, rationell wesentlich leicht verständlicher Grund für Streit liegt im ergattern von Beförderungen. Insbesondere wenn nur wenige Plätze für viele Kandidaten vorhanden sind, zeigt sich dieser als umso erbitterter. Konkurrenz statt Kooperation sind vorprogrammiert. Wo es möglich ist, wird dem anderen ein Bein gestellt. Häufig fällt man selber auch über eins. Dieser anstrengende dauerhafte Machtkampf ist nicht nur anstrengend, sondern durch wahrscheinlich häufigeres „Opfer sein“ auch deprimierend. Beide Varianten ob nun aus emotionaler oder aus zielorientierter Motivation macht das arbeiten in der Gemeinschaft nicht gerade angenehmer, vielmehr führen die immer wieder kehrende Beleidigungen oder Kränkungen (auch auf subtilen Wegen) zu Frustration.

Zu guter letzt stellt auch die Organisation und Arbeitsverteilung Konfliktpotential dar. Insbesondere dann, wenn sie nur unzureichend existiert und keiner so recht weis, ob er nun für eine Angelegenheit verantwortlich oder nicht. Die Effekte daraus lassen sich leicht abzeichnen. Es entsteht eine ungleiche Arbeitsbelastung zwischen den Mitarbeiten. Häufig weis keiner mehr, so dann auch der Vorgesetzte, wer welche Arbeit verrichtetet hat. Daraus folgt schließlich auch wieder ein Mangel an Anerkennung. Wer kann dann noch sagen „Das war Deine brillante Idee.“? Man fühlt, dass es bald egal ist, ob man wirklich bis zum letzten arbeitet oder nicht. Schlussendlich beschränken sich viele nur noch auf ein Minimum an Arbeit und auf das Vermeiden von Fehlern. Man resigniert und hängt bereits innerlich seine Arbeit an den Nagel. Dies nennt man in der Fachsprache dann „Innere Kündigung“.

© das-burnout-syndrom.de

Burn Out Tags: Arbeit, Arbeitsklima, Arbeitsplatz, Mobbing, Was ist Burnout?

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