Diese Aufzählung der Enttäuschungen (Stressoren) könnte man nun noch beliebig erweitert. Versucht man nun all diese oben genannten Burnout-Faktoren zu gliedern, so ergeben sich drei verschiedene Kategorien:
Umwelt:
alle unbeeinflussbaren Veränderung der Gesellschaft wie unbezahlte Mehrarbeit, Arbeitsumfeld, Beruf, finanzielle Umstellungen, Krankheit, ….
Persönlichkeit:
Werte, Charakterzüge, Erfahrungen, Ziele, Umgang mit Stress, Ängste …
Alle zur Kategorie Umwelteinflüsse gehörenden Stress-Faktoren lassen sich nicht vom Individuum beeinflussen. Sie stammen alleine aus seiner Umwelt. Dies können im großen Rahmen passierende Unglücke wie Naturkatastrophen, Kriege, Wirtschaftskrisen oder Gesetzesänderungen sein, welche einen das Leben schwerer machen. Oder auch unbeeinflussbare persönliche Ereignisse, wie Krankheiten, Trauerfälle oder die Insolvenz der Firma, in welche man angestellt ist. Eine Vielzahl von weiteren Beispielen lassen sich hier sicherlich aufzählen. Doch ich denke diese wenigen genügen zur Verdeutlichung. Gegen all diese Erlebnisse kann der Betroffene primär nichts anderes machen als sie zu akzeptieren. Seine einzige Möglichkeit besteht darin, zu lernen, mit ihnen Umzugehen.
Unter der zweiten Gruppe Persönlichkeit verbergen sich alle emotionalen Eigenschaften des Menschen. Sie können ehrgeizig oder faul, egoistisch oder äußerst hilfsbereit, liebebedürftig oder eher gefühlskälter sein. Jeder dieser Charakterzüge wirkt sich gut oder schlecht auf das Burnout-Risiko eines Menschen aus. So können Menschen beispielsweise so von einem inneren Ehrgeiz zerfressen sein, dass sie sich schlicht weg Tot arbeiten. Im Gegensatz zu den Umweltfaktoren lassen sich diese Burnout-Ursachen abstellen. Ich möchte sogar so weit gehen, dass der Kern jedes Erkranken hier, hier in der Persönlichkeit steckt! Wie bereits schon öfter hervorgehoben, folg Burnout, wenn man unzufrieden mit seinen eigenen Leistungen ist. Wenn man der eigenen vordefinierten Rolle nicht entsprechen kann. Quasi seine selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. An dieser Stelle lassen sich deutliche Parallelen zu einer Depression ziehen. Ihre Definition besagt: „Eine Depression tritt auf, wenn die Ausübung einer selbst definierten Rolle unterbunden wird, falls keine alternative Rolle zur Verfügung steht.“² Klingt fasst identisch. Nur kommt bei Burnout noch der große Schwung an Belastung durch dauerhaften Distress hinzu. Erst dann kann sich das gefürchtete Charakteristikum des Burnout entfalten: Der Zusammenbruch der Konzentrationsfähigkeit. Dennoch: Die erstaunlichen Ähnlichkeiten einer Depression lassen den Schluss zu, dass es nicht nur bei der Ursache viele Parallelen gibt, sondern auch bei der Behandlung. Im Gegensatz zu den Umweltfaktoren lässt sich und muss sich an der Persönlichkeit etwas ändern um eine Heilung zu erzielen.
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Allgemeine Gliederung
Burn Out Tags: Enttäuschung, Gliederung, Was ist Burnout?
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