Die meisten Menschen erhoffen sich, insbesondere in geistig anstrengenden Berufen, eine möglichst abwechslungsreiche Arbeit. Sie suchen nach interessanten Herausforderungen. Diese Wünsche werden in der Wirklichkeit dann mehr oder minder stark erfüllt. Dies ist normal und kann der Mensch auch ertragen. Kommt es jedoch zu einer dauerhaft einseitigen, dennoch anspruchsvollen Aufgabe, welche immer wieder abgespult werden muss, so führt dies zu nächst zu einer Unterforderung. Diese Erfahrung kann besonders für Berufsanfänger sehr demütigend sein.
Auf lange Zeit baut sich schließlich eine emotionale Abschottung zu der eigenen Routine-Arbeit auf. Frust setzt ein.
Davon besonders stark sind berufstätige Menschen in der Verwaltung, die andauernd mit Gesetzesvorschriften und Richtlinien zu kämpfen haben, betroffen. Ihre einzige Aufgabe ist, Problemen präventiv vorzubeugen. Am Ende können sie nur schwer sehen, was sie erreicht haben, da kein wirkliches Ziel vorhanden ist. Außer ordnen, abgleichen, Richtigkeit prüfen, neu eintragen, ….
Nur wenn sie Fehler machen, fallen ihre Arbeitsergebnisse nennenswert auf, was sicherlich keine Leistungsmotivation darstellt. Eine solche Aufgabenstellung nimmt schnell die Freude an der eigenen Arbeit und dient gewiss auch nicht dazu, das eigene Selbstwertgefühl aufzuwerten, eher anders herum.