Natürlich kann man es alleine ohne therapeutische Unterstützung schaffen, sich selbst zu heilen. Allerdings ist der Weg oft viel schwieriger und auch langwieriger. Dies gilt es ja gerade bei einem Burnout zu vermeiden: 2,3,4 oder sogar 5 Jahre völlig neben sich zu stehen. Trotzdem verweigern viele lange den Gang zu einem Arzt. Sie glauben, er kann ihnen sowieso nicht helfen und dass dies alles doch nur dummer Psychokram sei - zumeist ein Irrglaube. Daher können sie auch helfen, wenn sie den Betroffenen dazu bringen, freiwillig einen Arzt zu konsultieren. Reden sie mit ihm und überzeugen sie ihn, dass ihm durch einen Psychologen oder zu mindest durch ein Selbsthilfegruppe geholfen werden kann. Bringen sie ihn sanft dazu, es wenigstens auszuprobieren. Falls er sich trotz ihre Worte nicht eingestehen will, dass er so krank ist, dass er es alleine nicht mehr bewältigen vermag, kann die Hilfe einer dritten Person nützlich sein.
Suchen Sie sich in dem Fall jemanden, welchen sie beide kennen, der allerdings nicht unbedingt zum aller engsten Bekanntenkreis zählt. Bitten sie ihn mit dem Betroffenen zu reden. Meinetwegen im Sinne von "Mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit ständig erschöpft und gequälte wirktest..." Bekommt der Betroffenen dann von zwei verschiedenen Seiten das Feedback, dass er schwer Krank sei und dringend Hilfe braucht, steigen die Chancen, dass er es auch selber anerkennt und professionelle Hilfe aufsucht. Eine solche Therapie kann in der Regel (schon) nach etwas 6 Monaten deutliche Erfolge aufweisen.
In der Burnout-Heilung spielt die innere Überzeugung an eine Besserung der eigenen Lage eine wichtige Rolle. Hat man ein Burnout und ist zusätzlich noch Frustriert, weil man keinen eigenen Ausweg sieht, so ist eine Genesung des Patienten ausgeschlossen. Daher ist im Umkehrschluss das Schüren von Hoffnung auf eine baldige Besserung eine der besten Medikamente. Bei Burnout besteht hierbei die Möglichkeit eines kurativen Aufenthaltes mit einer Dauer von meist 4 bis 6 Wochen. Mit einer Kur verbinden ein Großteil der Menschen viele positive Dinge, wie Entspannung und Wellness, fachgerechte Betreuung und hilfreiche medizinische Unterstützung. Von daher kann es sehr motivierend wirken, dem Betroffenen diese Möglichkeit in Aussicht zu stellen. In einigen Fällen gelingt es auch mit dieser Art Leckerli den Betroffenen zunächst erst einmal wenigstens zu einem Arzt zu schleppen.
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Zum Arzt ermutigen
Burn Out Tags: Angehörige, Arzt, Hilfe von Angehörigen
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