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Falls möglich, eine Vertrauensperson finden

Viele Menschen fühlen sich mit zunehmenden verstärken eines Burnouts alleine und isoliert. Sie merken wie ihnen zum einen die Lust am gesellschaftlichen Leben fehlt und zum anderen auch noch die Kraft dazu. In schweren Fällen kommt es nicht selten vor, dass Patienten sagen, sie können kaum noch mit anderen Menschen ein vernünftiges Gespräch führen, denn schon nach wenigen Minuten merken sie, wie sie ihrem Gegenüber schlicht nicht mehr folgen können. Ein ungutes Gefühl macht sich in ihnen breit, vielleicht nicht mehr wirklich dazu zu gehören oder zu können. Häufig fühlen sie sich mit ihrem Problem allein überfordert aber auch allein gelassen. Um diesen deprimierenden Prozess nicht zu weit gehen zu lassen, kann es sehr hilfreich sein, einen Menschen zu finden welcher Verständnis zeigt und auch Vorschläge macht, wie man aus dem schwarzen Loch sich wieder herausziehen kann.

Wer nun dieser Mensch sein soll, kann im Einzelfall sehr unterschiedlich sein. In intakten Beziehungen bietet sich dabei auf jeden Fall der Lebenspartner an. Andere Betroffene, welche man vielleicht in Selbsthilfegruppen oder im Internet kennen gelernt hat sind genauso denkbar wie ein wirklich guter FreundIn, welche,r sich dazu freiwillig bereit erklärt.

Ein Ziel einer solchen Helfer-Hilfebdürfitgen-Beziehung ist es, dass der Betroffene regelmäßig einen Anschub von außen bekommt, um konsequenten an den Notwendigen Schritten für eine Heilung festzuhalten. Dies bedeutet immer wieder daran erinnert zu werden, ja nicht in alten Verhaltensmuster zurück zu fallen, wie zum Beispiel:

  • Vorwürfe doch zu wenig zu schaffen und dadurch sich zum einen als minderwertig zu fühlen und zum anderen die ganze Zukunft zu zerstören
  • nicht vollkommen abschalten zu können und immer wieder zu grübeln
  • nicht genügend zu Entspannen und lieber an irgendetwas zu arbeiten, anstatt vielleicht sich sportlich zu betätigen oder endlich zu schlafen

Sozusagen fungiert die Vertrauensperson als eine stetiges Kontroll- und Erinnerungsorgan, welche die Fortschritte überwacht und falls es notwendig ist auch einmal einen "Tritt in den Hintern" gibt.

Des Weiteren wollen die meisten Vertrauenspersonen "ihren" Betroffenen auch wirklich helfen. Dies kann bedeuten, dass sie sich in längeren Gespräche intensiv mit den Betroffenen auseinandersetzten und ihm versuchen, aus ihrer Sicht Auswege aufzuzeigen. Oder auch, dass sie sich mit der Krankheit ausführlich beschäftigen und sogar fachlich Unterstützung geben können. Warum sollte man diese Chance nicht nutzen? Fall man sich bei einer Person unsicher ist, ob sie wirklich dazu bereit ist, so wäre es denkbar, dass Sie einfach kurz Ihr Problem erwähnen und sich offen für ein weiteres Gespräch zeigen. Ist die potentielle Vertrauensperson dafür bereits, so ist dies gut für Sie, fall nicht, so haben Sie auch Klarheit ohne jemanden groß mit Ihren Problemen belästigt zu haben.

Als eine weitere Möglichkeiten zum finden von Vertrauenspersonen bieten sich natürlich auch ein Internet-Forum oder eine Selbsthilfegruppe an.
Quelle: kooperationsstelle-hh.de S.36f

© das-burnout-syndrom.de

Burn Out Tags: Burnout-Therapie, Vertrauensperson, Was tun?

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