In der Partnerschaft mit dem Burnout Betroffenen

Beziehung mit einem Burnout Betroffenen
Burnout stellt oft eine Zerreißprobe für die Beziehung dar. Bildquelle: Martin Novak / Shutterstock.com

Erkranken Partner am Burnout, stehen die betroffenen Angehörigen oft vor einem großen Problem. Denn nicht nur vor dem Burnout Belasteten liegt eine schwere Phase, sondern auch Sie als Angehöriger sollten sich auf die anstrengende Zeit einstimmen. Oftmals wissen Angehörigen nicht, wie sie der neuen Situation entgegentreten sollen. Sie wollen ihrem Partner helfen, können jedoch oft die Krankheit Burnout kaum nachempfinden. Wenn Sie sich in Bemühungen verstricken, die fruchtlos sind, geraten sie sehr schnell an ihre eigenen Belastungsgrenzen.

Eine Zerreißprobe für die Partnerschaft

Selbst in stabilen Beziehungen kann ein Burnout für massive Schwierigkeiten sorgen. Ihr Partner ist nicht mehr belastbar und niedergeschlagen. Er zieht sich zurück und sie haben kaum noch Zugang zu ihm. An einen normalen Alltag mit angenehmen Freizeitaktivitäten ist nicht mehr zu denken. Stattdessen erfahren Sie, dass Ihnen Ihr Partner immer mehr aus dem Weg geht. Oftmals gelangen Sie durch dieses Verhalten an ihre eigenen Grenzen.

Und dennoch ist es von großer Bedeutung, ihren Partner nicht zusätzlich zu bedrängen. Auf der anderen Seite dürfen Sie sich von der Krankheit auch nicht an den Rand der Partnerschaft drängen lassen. Ihr Partner braucht viele Freiräume, er nimmt sie sich und setzt Grenzen, die sie außen vor lassen. Der Partner denkt egoistisch bezüglich seines eigenen Alltags und plant Sie nicht mit ein. Selbst telefonieren ist für ihn schon zu zeitraubend.

Wege für den gesunden Partner

Wie können Sie einer solch offenbar ablehnenden Haltung begegnen? Vergegenwärtigen Sie sich, dass Ihr Partner in großer Not ist und seelische Qualen leidet. Seien Sie großzügig und verständnisvoll, doch achten Sie darauf, nicht zum Spielball zu werden. Sie haben auch Bedürfnisse und Wünsche, und die sollten Sie auch äußern.

Natürlich braucht der Partner mehr Unterstützung als sonst, doch seine Krankheit sollte nicht auch Ihren gesamten Alltag bestimmen. Das wäre grundfalsch und drängt sie in eine Position, die sie ebenfalls in einen stressvollen Zustand versetzt. In erster Linie sollten Sie auf Verständnis und offene Kommunikation setzen. Sprechen Sie über Ihre Gefühle und signalisieren sie Ihrem Partner, dass Sie an seiner Seite sind. Ein Burnout ist eine starke Belastung, kann jedoch auch eine Chance sein. Viele Beziehungen wachsen daran und werden noch fester und inniger als zuvor.

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