Burnout heilen durch Finden einer Vertrauensperson

Vertrauensperson finden beim Burnout
Vertrauenspersonen und Selbsthilfegruppen stärken das Selbstbewusstsein.

Wer sich mitten in einem Burnout befindet, der benötigt neben einer medizinischen Betreuung die Mithilfe und Unterstützung von Angehörigen und Freunden. Oftmals fühlen Sie sich in dieser Phase alleine und isoliert. Ihnen fehlt die Lust von selbst auf Ihr Umfeld zuzugehen, da Sie das Gefühl haben, dass die anderen Sie nicht verstehen. Sie sollten sich nicht ausgrenzen. Ein vernünftiges Gespräch kann hilfreich sein. Suchen Sie sich einen Menschen, dem Sie sich anvertrauen können und der Sie unterstützt, aus der Burnout-Falle herauszukommen.

Selbsthilfegruppen für Burnout

In der schwierigen Lebenslage, in der Sie sich befinden, ist es ratsam, dass Sie sich an andere Betroffene wenden, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und mit denen Sie sich austauschen können. Viele Vereine und Verbände bieten Selbsthilfegruppen und Kontaktdaten von Beratern und Trainern in Ihrer Nähe an. Das Internet hält darüber hinaus weitere Möglichkeiten bereit, über verschiedene Angebote im Social Media Bereiche mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten.

In den Selbsthilfegruppen haben Sie die Möglichkeit, sich über verschiedene Behandlungsformen zu informieren und werden von den anderen Betroffenen ermutigt, sich mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen. Sie werden feststellen, dass das gegenseitige Austauschen von Erfahrungen und Erlebnissen befreiend ist und Ihnen bei der Bewältigung der Burnout-Erkrankung hilft. In den Gruppen lernen Sie, sich ein Stück selbst zu heilen. Das geschieht durch die Reflektion und die Diskussion darüber, welche Ansätze Ihnen dabei helfen, mit den Stressphasen besser umzugehen.

Im Internet sind die Selbsthilfe-Portale in der Regel kostenlos.  Auf manchen Webseiten haben Sie die Möglichkeit, Betroffene zu finden, die aus Ihrem Wohnort stammen. So ergibt sich sogar die Möglichkeit, sich mit anderen zu verabreden und persönliche Kontakte aufzubauen.

Lebenspartner und Freunde im Burnout

Wenn Sie sich in einer stabilen Beziehung befinden und das Gefühl haben, Ihr Lebenspartner ist der Mensch Ihres Vertrauens, sprechen Sie mit ihm. Bedenken Sie, dass der Partner sich eventuell mit der Situation überfordert fühlt. Er sollte sich zuvor darüber im Klaren sein, was das für ihn bedeutet. Sprechen Sie offen darüber, bevor Sie eine gemeinsame Entscheidung fällen.

Oftmals kommt auch ein guter Freund infrage. Dieser hat zu Ihrem Privatleben mehr Abstand. Wichtig ist, dass die helfende Person Sie regelmäßig antreibt und motiviert. Sie sollte dafür sorgen, dass Sie Ihren Heilungsprozess konsequent durchführen und nicht in alte Verhaltensmuster zurückkehren. Wenn Sie sich nicht genügend entspannen und abschalten können, gibt die Vertrauensperson Ihnen Rückhalt. Sie übernimmt die Erinnerungs- und Kontrollfunktion für Sie und darf auch streng sein. Wenn der Helfer aus Ihrem Freundes- oder Familienkreis kommt, ist es gut, wenn er sich intensiv mit der Burnout-Krankheit befasst und fachliche Beratung sucht. So kann er Ihnen Wege aus der Krankheit aufzeigen.

Vertrauenspersonen und Selbsthilfegruppen stärken Ihr Selbstbewusstsein und helfen Ihnen, sich wieder in das soziale Umfeld zu integrieren. Wenn Sie über Ihre Krankheit sprechen und lernen, Ihren Körper und Geist zu kontrollieren, erfolgt die Heilung erfahrungsgemäß schneller.

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