Burnout Phase: Leichte Erschöpfungszustände in früher Burnout Phase

Leichte Erschöpfung im Burnout
Erschöpfung kann sich körperlich und psychisch bemerkbar machen.

Leichte Erschöpfungszustände sind die Vorstufe und der Beginn eines Burnouts. Wenn der Körper unter Stress gesetzt wird, dann reagiert der Organismus zunächst einmal mit Gegenmaßnahmen. Er will das reibungslose Funktionieren der Leistungsfähigkeit aufrechterhalten. Das bedeutet, dass unter anderem eine vermehrte Produktion von Cortisol und Adrenalin stattfindet. Diese ermöglicht es den Betroffenen, trotz erhöhter Anforderungen sehr gute Leistungen zu erbringen.

Faktisch werden jedoch Körper und Geist über das erträgliche Maß hinaus strapaziert. Die Erschöpfungszustände lassen sich deshalb auf zwei Ebenen feststellen: auf der körperlichen Ebene und auf der psychischen Ebene.

Typische körperliche Erschöpfungszustände

In Phase eins des Burnouts ist der Körper in erhöhter Alarmbereitschaft. Neben der bereits genannten Überproduktion von Cortisol und Adrenalin finden noch weitere bedeutsame Prozesse im Körper statt, die relevante Körperfunktionen negativ beeinflussen. So führt zum Beispiel die Ausschüttung des Cortisols und die vermehrte Einlagerung in Zellen zu Muskelverspannungen und Krämpfen. Die körperliche Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden wird dadurch beeinträchtigt. Finden die Verspannungen in der Halsmuskulatur statt, kann er sogar zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Blut kommen. Weitere spürbarer körperlicher Erschöpfungszustände sind von Appetitlosigkeit und Erinnerungsstörungen gekennzeichnet. Lang anhaltender Stress führt zu Blockaden im Erinnerungsvermögen und betrifft oft das Allgemein- oder das Berufswissen.

Eine eingeschränkte Libido, Schlafstörungen, Impotenz, schwacher Blutdruck, verstärkter Ansatz von Fett und Muskelschwund gehören ebenfalls in die Kategorie der typischen körperlichen Erschöpfungszustände. Die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt, Lustlosigkeit macht sich breit. Allgemein fühlen sich die Betroffenen körperlich unwohl, ausgelaugt und sie verlieren an Lebensfreude.

Typische psychische Erschöpfungszustände

Die psychischen Erschöpfungszustände sind eng an die beschriebenen körperlichen Symptome gekoppelt. Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper verankert sich mental und bereitet sich weiter aus. Auch der Antriebsmangel wächst an. In Kombination führenden Unzufriedenheit und Antriebsmangel dazu, dass sich die innere Unruhe manifestiert. Der Betroffene macht sich Gedanken über seine Ruhelosigkeit, kann die Gründe dafür jedoch nicht aufdecken. Damit wird ein negativer Kreislauf angestoßen.

Da der Betroffene sich in einer Gedankenspirale befindet, die er häufig nicht alleine durchbrechen kann, bildet sich ein erhöhter Nervositätszustand aus. Die Fähigkeit, sich zu entspannen leidet ebenfalls darunter. Schlaf wirkt nicht mehr erholsam und die zusätzlich auftretenden Schlafstörungen unterstützen das anhaltende mentale und körperliche Müdigkeits- und Schwächegefühl.

Grundsätzlich führen Schlafstörungen und Schwächegefühle dazu, dass der Betroffene in seiner Leistungsfähigkeit nachlässt. Stressbedingt folgt die Konzentrationsschwäche. Insgesamt sorgen die psychischen Konsequenzen in Verbindung mit den körperlichen Einschränkungen dafür, dass die Anfälligkeit für Infekte ansteigt. Das wiederum verstärkt die negativen Eigenschaften, die physische Erschöpfungszustände mit sich bringen. Der Teufelskreis ist eröffnet und zieht den Betroffenen immer weiter mit sich hinunter.

Frühzeitiges Handeln ist empfehlenswert

Sollten Sie die ersten Anzeichen von psychischen oder körperlichen Erschöpfungszuständen bei sich entdecken, ist es noch früh genug, um wirksam gegenzusteuern. Stress wirkt sich negativ auf ihre Kräfte und ihre Leistungsfähigkeit aus. Um einer anstehenden Abgeschlagenheit und einem drohenden Leistungstiefs zu entgehen, sollten Sie sich Freiräume schaffen. Sie erhalten ihre Konzentrationsfähigkeit in Schule, Beruf, Studium und Privatleben und sorgen langfristig dafür, sich gegen Burnout zu wappnen. Gegen leichte Erschöpfungszustände helfen gezielte und regelmäßige Ruhe- und Entspannungsphasen sehr gut. Frühzeitig eingesetzt sind Sie ein wirksamer Schutz gegen ein Burnout.

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