Prävention von Burnout

Die Auslöser für für negative Stresssituationen sind vielseitig. Jedoch ist das Spektrum der Möglichkeiten der Burnout Vorbeugung mindestens genau so vielseitig.
Wichtig ist, die Alarmsignale Ihres Körpers zu erkennen und ernst zu nehmen. Bei gewissen Signalen sollten Sie hellhörig werden und in sich hineinhorchen. Finden Sie frühzeitig Wege zur Selbsthilfe, um einem Ausbrennen entgegenzuwirken.

Burnout-Alarmsignale erkennen!

Domino, Hand, Stopp, Teufelskreis ausbrechen
Erkennen Sie die Alarmsignale des Burnouts

Bevor das Burnout mit voller Kraft zuschlägt sendet der Körper Alarmsignale. Alarmsignale, die dem Betroffenen Auskunft darüber geben, dass momentan alles zu viel wird.

Alarmsignale können in verschiedenen Formen auftreten. Wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass Sie diese Signale nicht ignorieren sollten. Achten Sie auf sich und auf Ihre Gesundheit. Nehmen Sie sich, Ihre Bedürfnisse und Ihren Körper wahr. Damit Sie die Signale besser und frühzeitig erkennen können, haben wir diese zusammengefasst.

Mann wütend, Gereiztheit bei Burnout
Betroffene reagieren oft wütend und gereizt
  • Erschöpfungszustände
  • Gereiztheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Gefühl der inneren Leere
  • Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit
  • Selbstmordgedanken
  • Isolierung vom sozialen Leben
  • Ungeduld
  • Verwirrtheit
  • Müdigkeit (trotz ausreichenden Schlafes)

Neben diesen Warnsignalen gibt es auch Signale, die auf die körperliche Müdigkeit hinweisen können. Körperliche Symptome bleiben nicht selten aus, denn ist der Geist erstmal ermüdet, folgt bald auch der Körper. Es ist immer ein Zusammenspiel zwischen geistiger und körperlicher Gesundheit.

Körperliche Alarmsignale können folgende sein:

Schmerzen, Schmerz, Rückenschmerz, Muskelverspannung
Rückenschmerz als körperliches Symptom
  • geschwächtes Immunsystem
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Schwindel
  • Herz- und Kreislaufprobleme
  • Hörsturz und/oder Tinnitus

Sind Sie Burnout-gefährdet?

Um zu prüfen, ob Sie Burnout-gefährdet sind, können Sie sich vorab auch verschiedene Fragen stellen. Fragen, die Ihnen die Objektivität geben, um Ihre momentane Situation neutral zu betrachten.

  • Gehen Sie nur noch ungern zur Arbeit?
  • Leiden Sie oft (ohne erkennbaren Grund) an Grippe-ähnlichen Symptomen?
  • Ertappen Sie sich dabei, wie Sie Ihren Körper anspannen?
  • Sind Sie oftmals gereizt, verwirrt und ungeduldig?
  • Sind Sie leicht abzulenken?
  • Fällt Ihnen der Kontakt zu Freunden und Bekannten schwer?
  • Fühlen Sie sich von der Welt isoliert?
  • Erleben Sie das Leben als schwierig und mühsam?
  • Lassen Ihre Interessen nach?
  • Sehen Sie keinen Ausweg mehr?
  • Denken Sie oft an Selbstmord?
  • Sind Sie oft müde, trotz ausreichendem Schlaf?
  • Sehen Sie keinen Sinn im Leben?
  • Stellen Sie Ihre Existenz infrage?
  • Sind Sie oft verzweifelt?
  • Fühlen Sie hilflos?
  • Leiden Sie unter Stimmungsschwankungen?
  • Leiden Sie unter Depressionen?

Haben Sie mehrere Fragen mit “Ja” beantwortet, sollten Sie in Betracht ziehen, sich professionelle Hilfe zu suchen. Die oben genannten Fragen sind auf gewisse Antworten ausgelegt. Werden diese Antworten überwiegend positiv beantwortet, zeigt dies Alarmsignale. Alarmsignale, die beachtet werden müssen.

Burnout-Prävention

Was können Sie vorbeugend tun? Zuerst können Sie Veränderungen in personenbezogenen und organisationsbezogenen Bereichen erwägen. Modifikationen hin zu einer Verbesserung stehen direkt mit Ihrem eigenen Handeln in Verbindung. Definieren Sie Ihre individuellen Grundbedürfnisse:

  • Formulieren Sie Ihre eigenen Wünsche, Maßstäbe und Zielsetzungen. Was ist wirklich wichtig – allein und nur für Sie persönlich? Ist es Gesundheit, soziale Anerkennung oder die Karriere im Beruf?
  • Nehmen Sie sich Zeit, Ihrer inneren Stimme zuzuhören. Fragen Sie sich in Abständen selbst, ob Sie mit Ihrem Leben zufrieden sind.
  • Wenn Sie Punkte finden, die Ihnen Unbehagen bereiten, versuchen Sie für diese Umstände Veränderungen zu finden. Manchmal reichen schon kleine Abwandlungen, um eine festgefahrene Lebenssituation erneut positiv zu erleben.
  • Eine eigene Dokumentation in Form eines Tagebuchs kann helfen. Beispielsweise hilft es, einen roten Faden für Ihre Befindlichkeitsstörungen zu finden. Machen Sie die Dinge ausfindig, die Ihnen negativen Stress bereiten. Sie werden auch sehen, ob einzelne Punkte wiederkehren oder sich verstärken.
  • Sprechen Sie mit Freunden und Familienmitgliedern. Bitten Sie sie, sich direkt und klar zu äußern, wenn es auffällt, dass Sie reizbarer oder müder erscheinen als gewöhnlich.

Vorbeugende Selbsthilfe, um Burnout zu vermeiden

Der erste Schritt zur Vorbeugung ist getan: Sie beschäftigen sich mit dem Thema Burnout. Damit es nicht dazu kommt, dass Sie vollständig ausbrennen, müssen Sie sich selbst mehr Aufmerksamkeit schenken. Legen Sie Ihre Lebensziele klar fest.

Lassen Sie dabei außer Acht, was andere für Sie bereits definiert oder Ihnen lange vorgesagt haben. Dabei sind nicht nur Kollegen oder entfernte Bekannte gemeint. Auch Familie und Freunde sollten in dieser Hinsicht außer Acht gelassen werden. Versuchen Sie bewusst, Ihre Individualität in diesen Fragen wiederzufinden. Dazu gehört, dass Sie sich selbst akzeptieren. Menschen, die ihr Selbstbewusstsein vorwiegend „von außen“ beziehen, sind anfälliger für Burnout.

Menschen, die über eine gesunde Selbstakzeptanz verfügen, trifft das Burnout eher nicht so schnell. Selbstbewusste Menschen sind unabhängiger von äußeren Erfolgen und somit zwangloser. Natürlich gibt es für nichts eine Regel. Auch selbstbewusste Menschen sind vor einem Burnout nicht komplett geschützt.

Allgemeine Tipps für die Burnout-Prävention

  • Ausgewogene Ernährung und Ausgleichssport können vor Burnout schützen. Besonders Bewegung wirkt sich positiv auf Stressabbau aus. Deshalb überdenken Sie Ihren alltäglichen Lebensstil. Ernähren Sie sich gesund? Treiben Sie regelmäßig Sport?
  • Ein Leben im Gleichgewicht: Dies ist ausschlaggebend für Wohlbefinden und Ausgeglichenheit. Hierbei ist auch das Zusammenspiel von Arbeit und Freizeit gemeint. Prüfen Sie, ob Sie sich genügend Freiräume und Auszeiten gönnen.
  • Nicht alle Menschen sind in der Lage, sich einzugestehen, dass sie sich in ihrem anspruchsvollen Job verzettelt haben. Vielen fällt es auch schwer zuzugeben, dass Sie dem stetigen Leistungsdruck und Zeitmangel nicht mehr ertragen.
  • Haben Sie ein Karriereziel? Setzen Sie sich eines! Mit einem klaren Ziel vor Augen können Sie verhindern, dass Sie in einem Alltagstrott stecken bleiben. Ein Alltagstrott, der Sie irgendwann zermürbt.
  • Um einem Burnout vorzubeugen, müssen Sie auch mal „Nein“ sagen. Wer aus Gutmütigkeit oder anderen Gründen stets Hilfe zusagt – egal ob beruflich oder privat – mutet sich schnell zu viel zu.
  • Hinterfragen Sie außerdem, welche Aufgaben Sie sich selbst gestellt haben, zu denen Sie „neinsagen könnten.
  • Versuchen Sie, Ihre eigene Erwartungshaltung an sich ebenso auf den Prüfstand zu stellen wie die Erwartungen, die Dritte an Sie haben. Definieren Sie ganz realistische und realisierbare Forderungen und Hoffnungen. So werden Anerkennung und persönliche Befriedigung einfach möglich.

Prävention durch Zeitmanagement

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Ein effektives Zeitmanagement ist produktiv

Das richtige Zeitmanagement steht bei der Burnout-Prävention an erster Stelle. Denn mit dem richtigen Zeitmanagement lernen Sie, sich auf das Wichtige zu konzentrieren. Dadurch können verfügbare Energien ideal eingesetzt werden. Das effektive Zeitmanagement ist für viele Bereiche des Lebens hilfreich. Egal ob Sie Stress im privaten oder beruflichen Leben haben.

Ein effektives Zeitmanagement könnte wie folgt aussehen:

Planen Sie Zeitpuffer für Überraschungen ein

Egal ob ein privater Arzttermin oder eine Präsentation im Beruf ansteht; das Einplanen von Zeitpuffern ist sehr wichtig. Beachten Sie die technischen Probleme, die bei der Präsentation auftauchen können. Beachten Sie auch mögliche Staus auf dem Weg zum Arzt. Zeitpuffer sind hilfreich und mindern möglichen Stress.

Nehmen Sie Hilfe an

Ganz wichtig: Verzichten Sie nicht auf angebotene Hilfe. Nehmen Sie die Hilfe andere an. Schieben Sie Gedanken wie “Dann habe ich aber versagt!” oder “Ich muss das alleine schaffen” beiseite.

Setzen Sie sich Prioritäten

Prioritäten spielen beim effektiven Zeitmanagement eine wichtige Rolle. Leider neigen wir oft dazu, alles auf einmal machen zu wollen. Wir neigen auch dazu, dass wir uns eher auf unwichtige Dinge konzentrieren. Das Resultat: Für die wichtigen Dinge bleibt nur noch wenig Zeit. Unterteilen Sie Ihre Aufgaben in A, B, und C Kategorien. Dabei bedeutet A die wichtigste Kategorie, während C die unwichtigste Kategorie darstellt.

Kombinieren Sie Aufgaben

Die Kombination von verschiedenen Aufgaben mindert den Stress. Achten Sie aus diesem Grund vorher schon darauf. Müssen Sie Ihr Kind zur Schule fahren und ist der Arzt in der Nähe, können Sie diese zwei Aufgaben kombinieren. Bei der Arbeit ist es die gleiche Angelegenheit. Schauen Sie sich die verschiedenen Aufgaben an und prüfen Sie, ob man zwei Aufgaben nicht zusammen erledigen könnte.

Setzen Sie sich Ziele

Notieren Sie sich Ihr Vorhaben und Ihre Ziele. Ganz wichtig hierbei: Verfassen Sie immer realistische Ziele. Die Ziele müssen auch erreichbar sein. Unrealistische Ziele wirken sich eher kontraproduktiv auf ein effektives Zeitmanagement aus.

Fazit

Sie sollten sich immer mit dem Thema “Burnout” auseinandersetzen, wenn Sie Burnout-gefährdet sind. Definieren Sie Ihre eigenen Ziele und Wünsche. Nicht alle Vorschläge und aufgezeigten Optionen müssen auf Ihre persönliche Situation zutreffen. Wählen Sie die Punkte aus, von denen Sie sich angesprochen fühlen und beantworten Sie die Fragen gewissenhaft. Auf diese Weise erweisen Sie sich und Ihrer Gesundheit einen wertvollen Dienst.

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