Wege zu mehr Schlaf zur Prävention von Burnout

Guter Schalf zur Burnout Prävention
Schlafmangel wird oft durch Stress und emotionale Probleme ausgelöst.

Die ersten Warnsignale, die der Körper bei zu viel Stress und Überlastung gibt, sind Erschöpfung und Übermüdung. Doch viele Menschen sind in ihrer Überarbeitungsphase gefangen und können nicht mehr abschalten. Obwohl der Körper Ruhe und Entspannung braucht, kann der Burnout Betroffene nicht schlafen. Mitten in der Nacht wacht er auf, weil er an seine Arbeit denken muss, oder die Gedanken kreisen beim Einschlafen unaufhörlich um unerledigte Aufgaben. Schlafstörungen und Albträume sind eines der am häufigsten vorkommenden Burnout-Symptome. Das Schlafdefizit hat negative Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit und macht reizbar. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum zu wenig Schlaf haben, können sogar Depressionen, Herz- und Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle auftreten. Deshalb sollten Sie für genügend Schlaf sorgen.

Genügend Schlaf mit Hilfe von Medikamenten

Statistiken zeigen, dass rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung an Schlafproblemen leidet. Das mindert die Leistungsfähigkeit und Sie fühlen sich tagsüber müde und erschöpft. Der Stress fördert das Schlafdefizit zusätzlich. Es entsteht ein Teufelskreis. Eine Methode, mit der Sie Ihren Ein- oder Durchschlafproblemen entgegenwirken können, ist die Einnahme von Medikamenten. Diese sollten Sie sich in jedem Fall von einem fachkundigen Arzt verschreiben lassen. Es gibt unterschiedliche Schlafmittel, die je nach Behandlung und Grad der Schlafstörung anwendbar sind.

Eine gute Alternative sind pflanzliche Präparate in Form von Tee oder Pillen wie Baldrian (nähere Infos dazu auf Baldrian.net) oder Hopfen. Bei diesen entsteht kein Gewöhnungseffekt, wie bei den schlaffördernden Medikamenten. Schlafmittel sollten Sie deshalb mit Bedacht und über einen möglichst kurzen Zeitraum einnehmen. Erhöhen Sie die Dosis nicht selbst und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Alternativen.

Genügend Schlaf ohne Medikamente

Da Schlafmittel über einen längeren Zeitraum zu Abhängigkeiten und unerwünschten Nebenwirkungen führen, haben Sie die Möglichkeit auf Behandlungstechniken zurückzugreifen, die ohne Arzneimittel auskommen. Sie können Ihren Schlaf mit einfachen Methoden auf natürlichem Weg fördern, indem Sie:

  • keinen Mittagsschlaf halten,
  • nachts das Schlafzimmer abdunkeln und
  • dafür sorgen, dass Sie an einem ruhigen, geräuscharmen Ort ruhen.
  • Nutzen Sie Ihren Schlafraum ausschließlich zum Schlafen
  • Meiden Sie Aktivitäten wie fernsehen oder telefonieren im Bett.
  • Um Ihren Schlafrhythmus wieder herzustellen, ist es ratsam, dass Sie die Stunden, die Sie im Bett liegen, bestimmen und festlegen.

Auch wenn Sie anfangs längere Zeit benötigen, um einzuschlafen, gelingt es Ihnen durch diese Methode wieder in einem geregelten Rhythmus zu schlafen. Zusätzlich helfen verschiedene Entspannungstechniken wie autogenes Training dabei, den Einschlafprozess zu beschleunigen, da Sie Ihren Körper in einen entspannten Zustand versetzen.

Ein wohltuendes Bad, leichte Mahlzeiten am Abend oder ein kurzer Spaziergang an der Luft wirken beruhigend. Andere Möglichkeiten, um genügend Schlaf zu bekommen, sind leichte Sport- und Meditationstraining sowie gezielte Atemübungen.

Da das Schlafdefizit oftmals in psychologischen Problemen wurzelt, die durch Stress oder emotionale Probleme entstehen, sollten Sie die Hilfe eines Psychotherapeuten in Anspruch nehmen. Dieser geht Ihre Angst, Ihren Stress, Ihre Sorgen und alltäglichen Probleme gezielt an, damit Sie diese nicht im Schlaf abarbeiten. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich in einem Schlaflabor untersuchen zu lassen. Denn es kann sein, dass körperliche Fehlfunktionen oder Krankheiten Ihr Schlafdefizit auslösen, die einer medizinischen Behandlung bedürfen.

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