Anfällige Gesundheit als Ursache von Burnout

Anfällige Gesundheit kann Burnout begünstigen
Eine engeschränkte Gesundheit nimmt Einfluss auf die Psyche und kann die Entstehung von Burnout begünstigen.

Psychosomatik beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen der Psyche, dem Körper und diversen sozialen Faktoren. Da diese drei Bereiche dauerhaft in Beziehung zueinanderstehen, wirken sie in Krankheit und Gesundheit aufeinander. Deshalb ist Psychosomatik ein sehr wichtiger Bereich, der auch für Burnout-Patienten von übergeordneter Bedeutung ist. Leib und Seele gehören zusammen und eine eingeschränkten Gesundheit nimmt Einfluss auf die Psyche.

Im Dialog mit dem eigenen Körper

Einer der wichtigsten Faktoren, der auf den Gesundheitszustand der Seele wirkt, ist die Kommunikation. Gemeint ist hier die Kommunikation mit sich selber.

Die wenigsten Betroffenen, die eine Behandlung gegen Burnout anstreben, haben eine funktionierende Kommunikation. In der Regel sind sie isoliert von ihrer Umgebung, pflegen kaum soziale Kontakte und auch die Beziehung zu ihrem eigenen Körper hat Schaden genommen. Körperliche Befindlichkeiten wirken stark auf die Psyche und gerade bei einem Menschen, der ohnehin bereits durch andere Stressoren unter Druck steht, kann eine körperliche Dysfunktion weiteren Stress aufbauen.

Jeder, der sich gegen einen Burnout wappnen möchte, sollte anerkennen, dass ein Verleugnen von körperlicher Schwäche dazu führt, dass die Seele leidet. Der Weg aus dem Burnout führt über die Kommunikation  – mit dem eigenen Körper, mit der eigenen Seele, mit Außenstehenden. Sollten Sie also zu denjenigen gehören, die unter starken Rückenschmerzen, Magenschmerzen, Kopfschmerzen sind Sie darüber hinaus auch stärker der Gefahr ausgesetzt, einen Burnout zu erleiden.

Der Respekt vor dem eigenen Körper

Falls Sie in allen anderen wichtigen Lebensbereichen wie Beruf, Familie/Partnerschaft, soziale Kontakte, Hobbys und Glaube keine Defizite erkennen, sondern ausschließlich gesundheitliche Probleme haben, treten Sie in Kommunikation mit ihrem Körper. Das bedeutet, dass Sie sich darüber informieren, was Sie gegen Ihre Krankheit tun können, dass Sie aktiv gegensteuern und alle denkbaren Maßnahmen ergreifen, um sich selber zu schützen und den Heilungsprozess zu unterstützen. Dieses Verhalten zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein, einer starken Seele und einer insgesamt positiven Grundhaltung.

Wenn die gesundheitliche Bedrohung für Sie existenziell wird, selbst wenn sie das objektiv betrachtet nicht ist, schwächt das Ihre Psyche enorm. Eine so geprägte Denkweise sorgt dafür, dass Sie in depressive Stimmung geraten und damit Ihre Psyche weiter belasten. Sorgen Sie im Gegenteil dafür, dass die anderen Bereiche Ihres Lebens gut ausgeprägt sind. Festigen Sie ihre Beziehungen zur Familie, zum Partner und zu Freunden. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Glauben und Ihrer Spiritualität, gehen Sie weiter Ihren Hobbys nach und konzentrieren Sie sich so weit wie möglich auch auf ihren Beruf. Wenn Sie zulassen, dass der Faktor Gesundheit bzw. Krankheit auch alle anderen stützenden Säulen in Ihrem Leben beeinflusst, öffnen Sie einem Burnout Tür und Tor.

In diesem Zusammenhang ist es wissenswert, dass körperliche Bewegung Ihren Hormonspiegel beeinflusst. Vereinfacht ausgedrückt: Der richtige Hormonspiegel sorgt dafür, dass Sie grundsätzlich positiver gestimmt sind. Selbst, wenn Sie bettlägerig sind, sollten Sie die Angebote der Physiotherapeuten wahrnehmen und sich bewegen. Nutzen Sie jede Chance zur Bewegung, denn damit knipsen Sie Licht in Ihrer Seele an. Bewegung hat nicht nur messbare Auswirkungen auf ihre Muskeln und Gelenke, sondern schlägt sich langfristig auf ihre Psyche nieder. Dadurch stärken Sie Ihre Widerstandskraft und geben dem Burnout keine Chance.

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