Monotone Arbeit als Ursache für Burnout

Monotone Arbeit kann Burnout begünstigen
Routine und fehlenden Arbeitsziele bei monotoner Arbeit werten das Selbstwertgefühl ab.

Stress ist nicht die alleinige Ursache für das Entstehen eines Burnouts, wie häufig angenommen wird. Der Zustand emotionaler und körperlicher Erschöpfung entsteht durch verschiedenste Lebenssituationen und ist in allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen zu finden.

Eine Tatsache ist, dass die charakteristischen Symptome bei vielen Patienten durch die Arbeitssituation hervorgerufen werden. Leistungsschwankungen, Antriebsschwäche, Schlafstörungen, mangelnde Erholung, übertriebenes Engagement und Depersonalisierung sind die Folgeerscheinungen bei den meisten Burnout Kandidaten.

Monotone Arbeit führt bei vielen Personen zu Frust. Vor allem Berufsanfänger spüren das häufig. Sie träumen von ihrem Beruf, stellen sich aufregende Herausforderungen vor und malen sich wegweisende Karrierechancen aus. Doch der Berufsalltag stellt sich schnell ein, die Arbeit ist zwar anspruchsvoll, aber einseitig und wiederholt sich regelmäßig. Der Betroffene fühlt sich unterfordert und schottet sich emotional ab. Arbeitnehmer, die einen Beruf in Ämtern oder der Verwaltung ausüben, sind besonders burnoutgefährdet, da die Routine und die fehlenden Arbeitsziele das Selbstwertgefühl abwerten.

Körperliche Symptome bei eintöniger Arbeit

Monotonie bei der Arbeit – jeder zweite Deutsche ist am Arbeitsplatz täglich mit denselben Aufgaben konfrontiert. Auf Dauer leiden die Betroffenen an körperlichen und psychischen Symptomen, da die Anforderungen der Arbeit nicht ihren Leistungsmöglichkeiten entsprechen und ihre Entscheidungsfreiheit gering ist. In dieser Situation treten nach einiger Zeit bei vielen Arbeitnehmern physische Erschöpfungszustände, Schläfrigkeit, Leistungsabfall, Verlust an Selbstwertgefühl, Passivität und Depressionen auf. Dieses Ungleichgewicht an Belastungen löst den negativen Stress aus, der zu Hoffnungslosigkeit und einem geringen Vertrauen in die Zukunft führt. Sekundäre Krankheiten, die auftreten können, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magenbeschwerden, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Migräne, Hörsturz, Infektionskrankheiten oder Rückenschmerzen.

Gegenmaßnahmen zur Vorbeugung

Um einem Burnout vor allem aufgrund monotoner Arbeit vorzubeugen, können Sie verschiedene Gegenmaßnahmen ergreifen, die mehr Abwechslung in die Tätigkeit bringen – beispielsweise durch Jobrotation. Übernehmen Sie Tätigkeiten von Kollegen oder tauschen Sie die Arbeitsaufgaben regelmäßig aus. So fühlen Sie neue Herausforderungen. Versuchen Sie Ihre Arbeitsinhalte zu erweitern oder sich durch Weiterbildung mehr Wissen anzueignen. Leider vergessen viele Betroffene, dass das Arbeitsklima, die Ausstattung und die Arbeitsumgebung für eine Gemütsstimmung zuständig sind. Verschönern Sie Ihren Arbeitsplatz, dekorieren Sie ihn und machen Sie Ihren Kollegen und Ihrem Arbeitgeber Vorschläge, wie die Arbeitsumgebung ergonomischer gestaltet werden könnte.

Geben Sie Ihrer Tätigkeit dadurch einen Sinn, dass Sie Freude haben, etwas Neues zu lernen und stolz auf das sind, was Sie leisten. Es ist nicht einfach, Sinn zu schaffen. Die Motivation und der Wille spielen eine große Rolle. Wenn Sie sich Ihrer Arbeit verbunden fühlen, hat das positive Auswirkungen auf die Selbstachtung. Auch der Teamgeist am Arbeitsplatz fördert das Verbundenheitsgefühl. Verbünden Sie sich mit Ihren Kollegen und zeigen Sie sich aufgeschlossen. Betrachten Sie Ihre Tätigkeit in einem höheren Sinne. Sie verdienen nicht nur Geld, sondern Sie verdienen Geld, um Ihre Familie zu ernähren, um sich etwas zu gönnen oder um sich einen Traum zu verwirklichen. Die persönliche Sinnerfüllung verbessert Ihre Arbeitsbedingungen enorm und schützt Sie vor einem Burnout.

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