Zweifel am Sinn der Arbeit als Ursache von Burnout

Burnout Ursache Zweifel am Sinn der Arbeit
Arbeit sollte sinnstiftend sein und nicht zu Frustration führen.

Wer arbeitet, der tut das oft nur zum Geldverdienen. Nach Jahren gleicher Tätigkeit hat der Arbeitnehmer seine beruflichen Ziele und Wünsche vergessen. Auch neue Arbeitsstrukturen und die steigenden technischen Anforderungen im Beruf führen bei vielen Personen zu einer erhöhten Belastung. Der Sinn an der Arbeit geht nach und nach verloren, sei es durch Überlastung, Entscheidungsmangel, mangelnder Anerkennung, Stress oder Unterforderung. Doch die Arbeit sollte Teil der Sinnerfüllung und Selbstverwirklichung sein. Diese Rechnung geht auf, wenn der Beruf Spaß macht und der Betroffene motiviert ist. Andernfalls gelangt die Person durch die Unzufriedenheit und die mangelnde Sinnerfüllung in die Burnout Spirale.

Sinn geben durch Selbstmanagement

Arbeit ist nicht nur sinnstiftend, weil ein Job anerkannt oder besser bezahlt ist. Sinnerfüllung stellt sich nicht automatisch ein und ist keine Tatsache. Sie entwickelt sich durch Ihre persönliche Einstellung, die Sie Ihrer Arbeit gegenüber haben. Die Position und die Hierarchie sind dabei nicht von Bedeutung. Sie können auch als Manager an der Arbeit verzweifeln und sich antriebslos fühlen. Wenn Sie mit Engagement Ihre Tätigkeit ausüben und Ihren Job als wertvoll ansehen, sind Sie auf dem richtigen Weg. Egal wie wichtig Ihre Aufgaben in den Augen anderer Personen sind, seien Sie sich im Klaren darüber, dass Sie einen beachtlichen Beitrag leisten. Seien Sie stolz und spielen Sie Ihre Arbeit nicht herunter. Sie sind nicht nur ein Sachbearbeiter oder eine Krankenschwester, Sie üben den Beruf aus, weil er einen Mehrwert hat und Sie anderen Menschen helfen können.

Eine positive Einstellung beflügelt Ihre Gedanken und führt zu mehr Selbstachtung. Sie gibt der Arbeit einen tieferen Sinn, da Sie Ihre Tätigkeiten in den Mittelpunkt stellen und ihre Bedeutung ausdrücken. So erscheint die Ausübung Ihres Berufes in einem neuen Licht. Erfüllen Sie Ihre Arbeit nicht aus Pflicht, sondern finden Sie einen subjektiven Sinn, um sich mit Ihrem Tun zu identifizieren. Wenn die Arbeit Sie nicht integriert und fördert, fördern und integrieren Sie sich selbst.

Burnout durch Sinnverlust

Burnout hat etwas mit dem Sinnverlust zu tun, da die Symptome stark zusammenhängen. Sieht der Betroffene keinen Sinn in seiner Arbeit, entwickelt sich eine innere Leere, die Person verliert Energie und hat ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, das in existenzielle Verzweiflung und Depression übergeht. Der wissenschaftliche Burnout Vergleich (MBI) misst die Sinnerfüllung und Frustration. Je weniger Sinn der Betroffene in seiner Tätigkeit sieht, desto stärker fühlt er sich innerlich ausgebrannt.

Wenn die Arbeit einen hohen Stellenwert hat, fällt es dem Betroffenen schwer, sich mit anderen Lebensbereichen zu identifizieren. Doch das Selbstbewusstsein sollte nicht nur über die Arbeit entstehen. Ein sinnerfülltes Leben dient zur inneren Erfüllung. Formelle Motivation und fremdbestimmte oder selbstbezogene Bedürfnisse jedoch führen zu einer Scheinzuwendung, die das Bedürfnis hervorrufen, noch mehr zu erreichen ­– und zwar bis zur völligen Erschöpfung.

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